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Twelve Securis Cat Radar – 02 Oktober 2026

2. Oktober 2026
Von Twelve Securis

Derzeit besteht weltweit kein unmittelbares Risiko, dass ein tropischer Wirbelsturm auf Land trifft.

In der vergangenen Woche konzentrierte sich die Tropensturmaktivität weiterhin auf den Pazifik.

Im östlichen Pazifik traf Hurrikan Polo zweimal auf Land: zunächst als Hurrikan der Kategorie 2 an der Westküste der Baja California in Mexiko und anschliessend, nach der Überquerung des Golfs von Kalifornien, als Hurrikan der Kategorie 1 an der Küste von Sonora. Aufgrund der relativ geringen Konzentration versicherter Werte in beiden Regionen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Versicherungsbranche erwartet. Hurrikan Rachel bildete sich ebenfalls vor der Westküste Mexikos und verstärkte sich seither auf seinem Weg von der Küste weg zu einem schweren Hurrikan. Es wird erwartet, dass Rachel bis zum frühen Samstag die Stärke eines schweren Hurrikans beibehält.

Im zentralen Pazifik zog Hurrikan Nolo am Wochenende vom 26.–27. September als Hurrikan der Kategorie 2 deutlich südlich an Hawaiis Big Island vorbei. Hurrikanstarke Winde erreichten keine der Hauptinseln Hawaiis und die stärksten Niederschläge des Systems blieben über dem Meer. Für die kommenden Tage wird erwartet, dass Nolo erneut die Stärke eines schweren Hurrikans erreicht, allerdings weit entfernt von Land.

Im westlichen Pazifik zog Taifun Surigae, der 26. benannte Sturm der Saison, am Wochenende vom 26.–27. September südlich am japanischen Festland und nahe den japanischen Nansei-Inseln vorbei. Es wurden keine wesentlichen Auswirkungen gemeldet. Taifun Choi-wan, der 27. benannte Sturm der Saison, befindet sich derzeit westlich der nördlichen Marianen und dürfte sich über das Wochenende deutlich verstärken. Nach aktuellen Prognosen wird sich Choi-wan keinem Festland nähern.

In den kommenden Wochen ist im Pazifik weiterhin mit erhöhter tropischer Wirbelsturmaktivität zu rechnen. Zum Vergleich: Während der pazifischen Hurrikansaison 2015, die ebenfalls von einem starken El Niño beeinflusst wurde, bildete sich Hurrikan Sandra der Kategorie 4 ungewöhnlich spät in der Saison, gegen Ende November, vor der Westküste Mexikos. Dies verdeutlicht, dass eine erhöhte Aktivität im Pazifik auch deutlich über den klimatologischen Höhepunkt der Saison hinaus anhalten kann.

Im Atlantik beobachtet das National Hurricane Center derzeit die Überreste des Tropensturms Fay hinsichtlich einer möglichen erneuten Entwicklung im zentralen Atlantik. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist sehr gering, und selbst im Falle einer erneuten Entwicklung wird nicht erwartet, dass das System eine Gefahr für das Festland darstellt. Mit Blick auf die kommende Woche deuten mehrere Wettermodelle zudem darauf hin, dass es zu einer tropischen Entwicklung im südwestlichen Golf von Mexiko kommen könnte. Zum jetzigen Zeitpunkt besteht jedoch noch erhebliche Unsicherheit. Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass ein mögliches System voraussichtlich relativ schwach bleiben würde, wobei starke Niederschläge das Hauptrisiko für Teile der US-Golfküste und Floridas darstellen könnten. Wir werden die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen, sobald die Prognosesicherheit zunimmt.

Da wir uns dem Ende der Hochphase der atlantischen Hurrikansaison nähern, werden wir bis zum Saisonende wieder zu einem zweiwöchentlichen Update-Rhythmus übergehen. 

Twelve Securis beobachtet alle Katastrophenereignisse genau und wird über relevante neue Grossereignisse gesondert informieren.

Für Fragen oder weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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