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Twelve Securis Cat Radar – 10. Juli 2026

10. Juli 2026
Von Twelve Securis

Das National Hurricane Center geht derzeit davon aus, dass in den kommenden sieben Tagen keine tropischen Wirbelstürme zu erwarten sind. Starke Windscherung über dem südwestlichen Atlantik und der Karibik sowie die bislang stärkste Konzentration von Saharastaub in diesem Jahr über der Hauptentwicklungsregion (Main Development Region) des Atlantiks dürften die tropische Aktivität im Juli unterdrücken. Eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine Entwicklung im subtropischen Atlantik vor der Küste der Carolinas in der kommenden Woche könnte die einzige Ausnahme von den insgesamt ruhigen Bedingungen im Atlantik darstellen. Sollte sich dort jedoch ein System entwickeln, dürfte es voraussichtlich nur eine geringe Intensität erreichen.

Aktualisierungen zu den Prognosen über den Höhepunkt der atlantischen Hurrikansaison werden weiterhin massgeblich durch den sich verstärkenden El Niño im tropischen Pazifik bestimmt. In der jüngsten ENSO-Prognose der NOAA wurde die Wahrscheinlichkeit eines sehr starken El Niño für den Zeitraum August bis Oktober von 28% auf 48% angehoben. Die Colorado State University hat ihre saisonale Hurrikanprognose nach unten revidiert. Der aktuelle Ausblick geht für die Saison 2026 nur noch von einem schweren Hurrikan aus und prognostiziert eine saisonale Accumulated Cyclone Energy (ACE) von lediglich 50. Dies liegt deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 149 und wäre der niedrigste Wert seit der aussergewöhnlich inaktiven Atlantiksaison 2013.

Darüber hinaus beobachten das National Hurricane Center und das Central Pacific Hurricane Center derzeit drei Regionen mit Potenzial für die Entwicklung von Stürmen im östlichen Pazifik. Selbst wenn sich in einer dieser Regionen ein Sturm entwickeln sollte, wird derzeit weder mit einem Auf-Land treffen noch mit nennenswerten Auswirkungen gerechnet. Im westlichen Pazifik wird erwartet, dass der Tropensturm Bavi, das dritte Taifun-starke System der Saison, am Wochenende in der chinesischen Provinz Zhejiang südlich von Shanghai auf Land trifft. Dabei werden anhaltende Windgeschwindigkeiten von etwa 85 mph (Kategorie 1 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala) prognostiziert. Obwohl sich Bavi gegenüber seiner Spitzenintensität von 165 mph (Kategorie 5) deutlich abgeschwächt hat, handelt es sich weiterhin um ein sehr grossräumiges System. In den Küstengebieten sowie im Landesinneren rund um die Region, in der der Sturm auf Land trifft, werden erhebliche Niederschläge, Überschwemmungen und damit verbundene Auswirkungen erwartet. Effekte auf den ILS-Markt werden durch Taifun Bavi derzeit nicht erwartet.

Twelve Securis beobachtet alle Katastrophenereignisse genau und wird über relevante neue Grossereignisse gesondert informieren.

 

 

Nur für professionelle/qualifizierte Anleger. Dieses Dokument dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments dar.

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